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Badeunfall im Hallenbad Dinkelsbühl am 22.03.2014

Dinkelsbühl 24.03.2014/ Gegen 13.40 Uhr sprang am Samstag, den 22.03.14 ein 4-jähriger Junge in das Becken des Dinkelsbühler Hallenbads.

Er ist aus unbekannter Ursache untergegangen. Eine Schwimmerin bemerkte das Kind am Boden und rief die Beckenaufsicht zur Hilfe. Die Aufsicht sprang noch bevor das Alarmsystem reagierte ins Wasser und zog den Jungen heraus. Dort begann die Aufsicht sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Helfer übernahmen die Erste-Hilfe-Maßnahmen, so dass der Mitarbeiter den Notruf absetzen konnte.
Die Wiederbelebung war erfolgreich, der Junge wurde dann in eine Spezialklinik nach Würzburg geflogen. Nach den bis jetzt bekannten Informationen hat das Personal des Hallenbads hervorragend reagiert. Oberbürgermeister Dr. Hammer „Die regelmäßigen Fortbildungsmaßnahmen hinsichtlich unseres Personals haben sich mehr als bewährt.“

Ein störungsfreier Betrieb der im Jahr 2005 installierten Überwachungsanlage während des Badeunfalls kann gewährleistet werden. Erst am 05.03.14, also knapp zwei Wochen vor dem Unfall wurde eine Revision durchgeführt. Durch einen permanenten Online-Zugriff wird das System durch die Herstellerfirma überwacht und stündlich erfolgt ein Selbsttest.

Das im Jahr 2005 installierte Überwachungssystem hat nicht, wie im Jahr 2009 bei der Rettung eines damals 50-jährigen Mannes, angesprochen.

Der Grund dafür liegt darin, dass das System auf die Regungslosigkeit eines Körpers im Wasser, und nicht wie bei diesem Unfall auf Kleinkinder die sich orientierungslos unter Wasser bewegen, anspricht.
Die Stadtwerke Dinkelsbühl gehen davon aus, dass der Mitarbeiter schneller als die Alarmierungszeit von ca. 30 Sekunden war, und somit das hochmoderne System noch nicht ansprechen musste. Da nach jetzigen Erkenntnissen bei Kleinkindern, welche sich unter Wasser anders wie Erwachsene orientierungslos bewegen, das Warnsystem, welches auf bewegungslose Körper anspricht, nicht der Gefahrensituation entsprechend reagiert, was ein grundsätzliches Problem darstellt, wird im Einvernehmen mit der Herstellerfirma versucht, mögliche Umprogrammierungen vorzunehmen. Damit erhofft man sich für die Zukunft, dass auch Kleinkindern voll umfänglicher Schutz vor Ertrinken zukommen.