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„Tisch vor Auto“

Dinkelsbühl setzt sich für Gastronomie und Hotellerie ein

Dinkelsbühl, die schönste Altstadt Deutschlands (Focus), hat gastronomisch viel zu bieten und kann damit punkten. Sommerabende bei einem Glas Wein und einem leckeren Essen oder einfach nur mit einem Eis in den Außenbereichen der Gastronomie auf dem Kopfsteinpflaster der historischen Altstadt genießen - für dieses Lebensgefühl ist Dinkelsbühl bekannt und beliebt. Bei Einheimischen und Gästen. Auch und gerade 2020 soll das so sein. Am 7. Mai hat die Stadtverwaltung alle Gastronomen und Hoteliers Dinkelsbühls eingeladen, um mit ihnen Hilfsmaßnahmen zu diskutieren, wie die zum Teil existenzbedrohenden Auswirkungen der Corona-Krise abgefedert werden können bzw. welche Maßnahmen ergriffen werden können, wenn die Betriebe in den nächsten Tagen schrittweise wieder hochgefahren werden können.

Stundungen bei Steuern und Abgaben
Um bei der Liquiditätssicherung zu helfen, wies zunächst Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer darauf hin, dass Anträge auf unverzinsliche Stundung der Gewerbesteuer bzw. der Fremdenverkehrsabgabe schnell und unbürokratisch durch die Kämmerei genehmigt werden können.

Schreiben an Finanzminister
Ein Erlass der Steuern und Abgaben macht nach derzeitiger Rechtslage keinen Sinn, weil dieser allein den Freistaat Bayern entlasten würde. „Deswegen habe ich an den Bayerischen Finanzminister geschrieben und gebeten, einen möglichen Verzicht auf diese Steuern seitens der Stadt voll den belasteten Betrieben zukommen zu lassen. Sollte  eine dementsprechende Aussage vorliegen, werde ich einen Erlass umgehend dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegen“, führte Dr. Hammer weiter aus.

Erlass von Gebühren
Weitere Maßnahmen der Stadt für die Gastronomie: Für das Jahr 2020 werden keine Gebühren für Sondergenehmigungen von Bewirtschaftungsflächen auf öffentlichem Grund erhoben.

„Tisch vor Auto“
Da bei der in den nächsten Wochen wieder möglichen Außenbewirtschaftung Sicherheitsabstände zwischen den Gästen einzuhalten sind, haben wir das Motto „Tisch vor Auto“ ausgegeben. Dies bedeutet, dass großzügig weitere Flächen auf Antrag zur Verfügung gestellt werden, auch auf Parkflächen - solange die Verkehrssicherheit noch gegeben ist.
Die Stadt nutzte und nutzt gerade noch räumlich und zeitlich die leerere Stadt und wickelt große nötige Altstadtstraßenbaustellen ab. Nächstes Jahr sollte es keine größere Altstadtstraßenbaustelle mehr geben, „um der Stadt ausreichend Platz zum Feiern und Bewirten zu lassen“.

Marketingaktivitäten
Der Pfingst- und Sommerurlaub wird ein Deutschlandurlaub und somit auch ein Dinkelsbühlurlaub sein. „Zusammen mit den Tourismusverbänden wie ‚Franken‘, ‚Romantisches Franken‘ oder ‚Romantische Straße‘ machen wir verstärkt Marketingaktivitäten mit Fokus auf dem Inlandtourismus“, so Philip Schürlein, Leiter des Amt für Tourismus und Kultur.
Das Amt für Tourismus und Kultur wird zudem, entsprechend der Verordnungslage, versuchen, mit den Gastronomen für das Jahr 2020 ein modifiziertes Veranstaltungs- und Touristenprogramm zu entwickeln. Erste Vorschläge sind bereits eingegangen. „Weitere Anregungen sind ausdrücklich erwünscht“, so die Stadt an die Betriebe. „Wir haben bereits beim Landratsamt eine Ausnahmegenehmigung für den Sommerbetrieb des Theaters am Wehrgang beantragt. Davon würden die Gaststätten auf jeden Fall auch profitieren.“

„Wir packen das“
Welche Maßnahmen auch für das Jahr 2021 erforderlich sind, wird die Stadt in einem zweiten Treffen mit den Gastronomen und Hoteliers im Herbst eruieren. Möglicherweise wird eine groß angelegte Werbekampagne geboten sein.
„Ich habe mich gefreut, dass bei dem Treffen praktisch alle Betriebe vertreten waren und eine Stimmung von Zusammenhalt und ‚Wir-Packen-Das‘ herrschte. Unsere Bevölkerung darf ich abschließend dazu ermuntern, unserer Gastronomie und Hotellerie zu helfen und aufzusuchen. Gäste sind mehr als hoch willkommen“, bekräftigt das Stadtoberhaupt.