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Dinkelsbühler Stadträte auf Klausurtagung

Dinkelsbühl 14.05.14/ Der Dinkelsbühler Stadtrat traf sich – soweit bekannt erstmalig in seiner Geschichte – Mitte Mai zu einer Klausurtagung. Im Bad Mergentheimer Rathaus haben die anwesenden 17 Stadträte und neun Ansprechpartner eines jeden Amts der Verwaltung in eineinhalb Tagen rund ein Dutzend Themen besprochen.

Bei Verwaltung und Stadtrat lagen zahlreiche Themen aus den letzten Monaten vor, die einer mittel- bis langfristigen Umsetzung in der Amtsperiode des neuen Stadtrats bedürfen und somit in einer Klausurtagung bestens in Ruhe besprochen werden konnten. Basis der Gespräche bildeten ausführlich vorbereitete Präsentation mit Kartenmaterialien, Grafiken und Fotos von Stadtbaumeister Holger Göttler.
Hochwasserschutz, Kloster, Jugendherberge, Dorferneuerung und Gewerbegebiet.

Der erste Themenblock umfasste den Hochwasserschutz. Hierbei waren sich die Teilnehmer der Klausurtagung einig, dass der Hochwasserschutz auf Grundlage der vom Wasserwirtschaftsamt vorgelegten Vorschläge angegangen werden muss, dass jedoch bei jeglichen Schutzmaßnahmen immer die Kosten und die passende Optik zur historischen Stadtkulisse im Auge behalten werden muss.

Weiterhin sprachen sich die Tagungsteilnehmer für eine rasche Sanierung der Jugendherberge aus. Die Jugendherberge und das benachbarte Kloster sollen baulich entkoppelt bleiben und lediglich bei einigen Punkten wie etwa bei der Heizung könnte man die beiden Gebäude betriebswirtschaftlich verknüpfen.

„Ich bin der Meinung, dass wir das hinbekommen. Die Dorferneuerung bietet dem Dorf einmalige Chancen“, fasste Stadtrat und Sinbronner Stadtteilsprecher Georg Piott  den Themenblock „Dorferneuerung Sinbronn“ mit Bau eines Abwassertrennsystems, Bau von Leitungen und Straßeninfrastruktur u.a. im Gewerbegebiet, Bau eines Nahwärmenetz und weiteren Dorferneuerungsmaßnahmen zusammen.

„Bei Gewerbeanfragen möchte die Stadt auch in Zukunft nicht alternativlos sein“, wünscht sich OB Dr. Hammer und deshalb nahm die Frage nach Gewerbegebieten in der Klausurtagung auch einen Themenblock in Anspruch. In erster Linie möchte die Stadt versuchen, in bestehenden erschlossenen Gewerbegebieten noch Lücken zu schließen, was aber oftmals nicht gelingt. Eigentümer verkaufen die Fläche nicht, die Fläche liegt im Wasserschutzgebiet oder die Fläche hat eine ungünstige Topographie, um nur drei Punkte zu nennen. Parallel klärt die Verwaltung, ob für die Entstehung neuer Gewerbegebiete mögliche Flächen erworben werden können.

Verkehrsentlastung in der Altstadt ohne das Leben aus der Altstadt zu nehmen
Um etwaige Änderungen in der Verkehrsführung wie Einbahnstraßen-regelungen an den Altstadttoren umzusetzen, benötigt man mithilfe einer Verkehrszählung die Höhe des Verkehrsaufkommens und die Ergebnisse eines anschließenden Probebetriebs. Weiterhin sollen Gespräche mit dem neuen Citymarketing und den Dinkelsbühler Geschäftsleuten über deren Erfahrungen und Wünschen geführt werden – auch bezüglich einer Neuregelung der Parkraumbewirtschaftung. Bei allen Änderungen in der Verkehrsführung und bei der Parkraumbewirtschaftung zur Entlastung der Altstadt „dürfen wir auf keinen Fall den Verkehr rausbringen, den wir als Kunden haben möchten“,  betonte Dr. Hammer mit Blick auf die Innenstadtstärkung.

Stadtmauer wird ab 2015 saniert
Das Bauamt informierte, dass bis Sommer der Maßnahmen-Katalog zur Sanierung der Stadtmauer zusammengestellt sein wird. Im Herbst wird dann die Zustimmung beim Kultusministerium eingeholt, so dass 2015 mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden kann. Weiterhin werden sich Stadtrat und Verwaltung bei dem Landkreis für den Bau einer Dreifachturnhalle in Dinkelsbühl einsetzen.

In der Klausurtagung sprach Stadträtin Elke Held auch das Thema Friedwald an. Die Verwaltung wird sich Informationen über die Wirtschaftlichkeit, über die  Auswirkungen auf den bestehenden Friedhof und über den Aufbau der Infrastruktur eines Friedwalds einholen. Weitere Anliegen sind der Stadträtin die Schaffung von Treffpunkten für Jugendliche und die Belebung des Wochenmarkts.

Da es sich um eine Arbeitssitzung und nicht um eine offizielle Stadtratssitzung handelte, fasste der Stadtrat keinerlei Beschlüsse. Stadtrat und Verwaltung kamen aber mit wichtigen Gesprächsergebnissen und langen Arbeitslisten nach Hause.