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Schienenreaktivierung ist machbar

Dinkelsbühl/Ulm, 17.01.14: Auf Einladung des Bayerischen Innenministeriums besuchten Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer und die Bürgermeister Siegfried Heß (Leutershausen), Oswald Czech (Schopfloch) und Bernhard Kisch (Wilburgstetten) vergangenen Donnerstag die Stadtwerke in Ulm. Sie machten sich selbst ein Bild von der erfolgreich umgesetzten Reaktivierung der Schienenstrecke von Ulm über Senden nach Weißenhorn. Das Fazit: technisch, organisatorisch und wirtschaftlich ist ein Reaktivierungsprojekt machbar. Voraussetzung ist, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Seit August 2012 steht fest, dass der Freistaat Bayern wegen zu erwartender Fahrgastzahlen von über 1000 Personen pro Tag die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke von Dinkelsbühl über Schopfloch und Feuchtwangen nach Dombühl befürwortet. Diesbezüglich hat der Freistaat über einen Zeitraum von zwölf Jahren eine Garantie abgegeben, in einem 1-Stunden-Takt von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr, den Zugverkehr zu bestellen und zu bezahlen.

Mehrmals hat sich mittlerweile eine Entscheidergruppe getroffen – in dieser sind neben dem Landrat und den Bürgermeistern der an der Strecke liegenden Gemeinden auch Vertreter des VGN, der DB Netz, der BayernBahn und von ProBahn.

Um sich selbst ein Bild von einer erfolgreich umgesetzten Schienenreaktivierung zu machen, besuchten benannte Vertreter nun die Stadtwerke Ulm. Diese haben zusammen mit dem Landkreis Neu-Ulm und der Stadt Ulm Anfang Dezember letzten Jahres die Strecke von Ulm nach Weißenhorn wieder in Betrieb genommen.

Die damals prognostizierten Fahrgastzahlen wurden bereits im ersten Monat übertroffen. Auch konnten die Stadtwerke Ulm aufzeigen, dass mit den Bestellentgelten des Freistaates Bayern an einen Betreiber sowohl die Investitionskosten in die Schiene (z.B. für Bahnsteige, Gleiskörper, Beschrankungsanlagen) als auch die laufenden Kosten ohne Defizit getragen werden können.
Der Landrat des Landkreises Neu-Ulm, Erich Josef Geßner, ein Verfechter dieser Bahnlinie seit dem Jahr

2000, hob die Vorteile für die gesamte Region heraus. Im Übrigen wurde im Zuge der Reaktivierung durch ein auf die Haltepunkte zugeschnittenes neues Busangebot der Öffentliche Personennahverkehr für ca. 80.000 Personen grundlegend verbessert.

Als Fazit der Reise nach Ulm halten Landrat Dr. Ludwig und Oberbürgermeister Dr. Hammer fest, „was in Ulm erfolgreich machbar ist, kann auch in unserer Region gelingen.“ Dies auch deswegen, weil die Rahmenbedingungen in Westmittelfranken mit denen in Ulm vergleichbar bzw. sich sogar noch besser darstellen.

Die weitere Vorgehensweise soll in einem nächsten Gespräch noch vor Ostern abgeklärt werden. Mit der Realisierung ist unmittelbar nach der S-Bahn-Anbindung von Ansbach nach Dombühl zu rechnen. D.h. der regelmäßige Betrieb auf der Reaktivierungsstrecke Dinkelsbühl – Dombühl könnte dann im Jahr 2020 aufgenommen werden.