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Dinkelsbühler Knabenkapelle



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Dinkelsbühls klingende Botschafter …

Ohrenschmaus und Augenweide das sind die Buben der Dinkelsbühler Knabenkapelle. Ein Aktivposten im Kulturleben der Stadt aber auch weit darüber hinaus. Durch ihr hohes musikalisches Können begeistert die Knabenkapelle, wo immer sie auftritt. Aber es ist nicht nur die Musik, die die Zuschauer in den Bann schlägt. Es ist das disziplinierte Auftreten, die schmucken Badisch-Durlachischen Regimentsuniformen und die jungen Gesichter der Buben unter dem Dreispitz mit der Zopfperücke.
Konzertreisen führten in die USA und nach Kanada, nach Japan und Südkorea ebenso wie ins europäische Ausland und zu vielen Terminen im deutschsprachigen Raum. Herausragend waren sicherlich die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in München und das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 1974. Dazu kommen zahlreiche Auftritte in Rundfunk und Fernsehen.
Das Repertoire der Dinkelsbühler Knabenkapelle erschöpft sich dabei nicht in den klassischen Märschen und Fanfaren, auch konzertante Musik aus Oper, Operette und Musical bis hin zu modernen Rock- und Poparrangements stehen auf dem Programm. Dabei macht die Knabenkapelle sowohl in ihrer weiß-roten Uniform wie im dunklen Anzug zum Weihnachtskonzert eine gute Figur.

Lesen Sie hier den Bericht vom Weihnachtskonzert in Frankfurt-Sossenheim Artikel aus der FLZ vom 14.12.07


Eine der ältesten Institutionen ihrer Art …

In den Aufzeichnungen des Gastwirts und Bürgermeisters Michael Bauer findet sich der Hinweis auf die Hochzeit des Zinngießers Jacob Schwebinger mit der Jungfrau Hambergerin am 5. Dezember 1552. Bei der Bewirtung werden zweimal auch die „Buben Bauckenschlager“ erwähnt, als Vorläufer unserer heutigen Knabenkapelle. Eine kontinuierliche Entwicklung bis zur (Wieder-) Gründung der Kapelle im 19. Jahrhundert kann daraus zwar nicht gefolgert werden, doch tauchen in den städtischen Rechnungsbüchern „wegen der Kinder Schulzech“ immer wieder jugendliche Musikanten auf, die ebenfalls verköstigt wurden. Die Verbindung zwischen Knabenkapelle und Kinderzeche reicht also weit zurück.
Seit 1868 gibt es die Schweden- oder Kinderzechmusik ganz offiziell, seit 1897 tragen die Buben die weiß-rote Uniform in den Stadtfarben. Für die Ausbildung der jungen Musiker war anfangs der Stadtkantor zuständig, bis heute ist dies ein städtischer Musikdirektor.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine ausgedehnte Reisetätigkeit ein, die die Dinkelsbühler Knabenkapelle weithin bekannt machte.


…und immer jung

Über einhundert Buben im Alter zwischen zehn und 18 Jahren sind gegenwärtig bei der Dinkelsbühler Knabenkapelle aktiv. Dazu kommen etwa 50 Anwärter, die die kleine Marschtrommel spielen oder bereits ein Instrument erlernen. Nachwuchssorgen muss sich die Kapelle keine machen, oft stehen bereits Vier- und Fünfjährige auf der Warteliste.
Mitglied in der Dinkelsbühler Knabenkapelle zu sein, ist in der Region etwas ganz besonderes, wie viele Ehemalige bestätigen. Wer einmal dabei war, wird sich stets gerne an die zahlreichen Eindrücke und unvergesslichen Erlebnisse erinnern, die den Buben der Dinkelsbühler Knabenkapelle zuteil werden.





 

 
 
















   

 
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