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Historischer Überblick

8. Jh.

 

Ein fränkischer Königshof gilt als Keimzelle der Ansiedlung

10. Jh.

 

Zur Sicherung zweier wichtiger Handelswege wird eine Turmhügelburg errichtet

1188

 

Erste urkundliche Erwähnung als „burgus Tinkelspuhel“ in einer Schenkung Kaiser Barbarossas

1274

 

Der Ort sichert sich Privilegien einer reichsunmittelbaren Stadt; der Auftsieg zur Reichsstadt wird allerdings durch mehrere Verpfändungen unterbrochen

1323

 

Die Stadt erlangt Wohlstand durch ein ausgeprägtes Wolltuchgewerbe, das später von der Barchentweberei ergänzt wird

1387

 

Die Zünfte erzwingen die Gleichberechtigung mit den Patriziern im Rat

1534

 

Die Mehrheit der Bürger tritt der evangelischen Konfession bei. 1546 besiegt Kaiser Karl V. den Schmalkaldischen Bund, ein katholischer Rat regiert und die katholische Minderheit erhält die Georgskirche zugesprochen

1618

 

Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wechselt Dinkelsbühl achtmal den Besitzer. Die Kriegsjahre belasten die Stadt schwer

1632

 

Nach der Eroberung der Stadt durch die Schweden bleibt Dinkelsbühl vor Plünderung und Zerstörung verschont. Hier liegt der Ursprung des historischen Festspiels „Die Kinderzeche“

1649

 

Trotz des „Paritätsvertrags“, der die Gleichberechtigung der Konfessionen festlegt, kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Konfessionen, die bis ins 18. Jahrhundert andauern

1802

 

Die Reichsunmittelbarkeit der Stadt endet mit der Eingliederung in den bayerischen Staatsverband

1826

 

König Ludwig I. von Bayern erlässt eine Verordnung, die den Abbruch der Mauern und Türme verbietet, und trägt somit zum Erhalt der historischen Altstadt bei

1888

 

Maler aus Berlin und München entdecken das mittelalterliche Städtchen, das seither als ein Inbegriff der deutschen Romantik gilt

1945

 

Dinkelsbühl bleibt in beiden Weltkriegen unbeschädigt. Die vollständig erhaltene historische Altstadt zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern in Europa. Seit 1985 ist Dinkelsbühl (11 700 Einwohner) Geschäftsstellensitz der Arbeitsgemeinschaft „Romantische Straße“; seit 1998 hat der Ort den Status einer "Großen Kreisstadt".

 
 
















   

 
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